Übung: Technische Hilfe, Verkehrsunfall
Am 04.03.2026 haben wir im Rahmen unseres Übungsdienstes einen Verkehrsunfall nachgestellt.
Ein PKW war in einen Knick gefahren, der Fahrer war eingeklemmt, aber bei Bewußtsein. Seine Beifahrerin war ausgestiegen und musste gesucht werden, sie wurde gefunden 😉
Es wurde eine „Patientenorientierte Rettung“ vorgenommen, d.h. die Befreiung erfolgte schonend und angepasst an das Verletzungsbild (z. B. Wirbelsäulenschutz), nicht primär schnell.
Das Fahrzeug wurde gegen Wegrollen gesichert, Scheiben wurden entfernt, das Dach wurde vollständig abgenommen und der Patient schließlich per Rettungsbrett (Spine Board) nach hinten aus dem Autowrack gerettet.
Vorgehensweise beim Dach entfernen:
- Sichern und Stabilisieren: Das Fahrzeug wird mit Stabfast oder Rüstholz/Keilen gegen Wegrollen oder Kippen gesichert (Unterbau-Bereich).
- Glasmanagement: Scheiben werden entfernt, um Splitterflug zu vermeiden. Oft wird Sicherheitsglas mit Glasmaster oder Federkörnern zerkleinert.
- Dachschnitte: Mit der Rettungsschere (hydraulisch) werden die A-, B- und C-Säulen durchtrennt. Oft wird ein „Dachflap“ (Dach nach hinten klappen) durchgeführt.
- „Schneiden“: Einsatz von Schere/Spreizer zum Durchtrennen der Säulen.
- Dach abnehmen: Das Dach wird angehoben und über das Heck entfernt.
Ausrüstung:
- Hydraulischer Rettungssatz: Bestehend aus Rettungsschere (zum Schneiden) und Rettungsspreizer (zum Spreizen/Drücken).
- Rettungszylinder: Zum Wegdrücken von Armaturenbrett oder Säulen.
- Glasmaster/Federkörner: Werkzeuge zur Glasentfernung.
Wichtige Abkürzungen/Begriffe:
- A-, B-, C-Säule: Die Dachsäulen des Pkw (A=vorne, B=Mitte, C=hinten).
- Rettungskarte: Dokument, das die Feuerwehr überAirbag-Positionen und optimale Schnittstellen informiert.
- Innenraumretter: Feuerwehrmann im Pkw zur Betreuung des Patienten.



